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Threat Analysis / Wiper-Malware12 Min. Lesezeit• 10. Juli 2026

GigaWiper: Anatomie eines destruktiven Backdoors, der drei Malware-Familien vereint

Stefan Röthlisberger

Stefan Röthlisberger

Gründer & CEO, IRONATE

Am 9. Juli 2026 machte Microsoft Threat Intelligence eine Schadsoftware öffentlich, die eine unangenehme Entwicklung auf den Punkt bringt: GigaWiper, ein in Golang geschriebenes Windows-Backdoor, das gleich drei eigenständige Malware-Familien als Befehle auf Abruf in einem einzigen Implantat bündelt. Es verschlüsselt, wischt und spioniert, tut aber nichts davon, um Lösegeld zu erpressen. Ziel ist reine Zerstörung, getarnt als Ransomware. Dieser Beitrag seziert Aufbau, Command-and-Control und Abwehr, und zeigt, warum gegen eine solche Post-Compromise-Waffe kein Patch, sondern nur Sichtbarkeit hilft.

Was GigaWiper ist, und was daran neu ist

Microsoft identifizierte GigaWiper im Oktober 2025, nachdem in kompromittierten Umgebungen zerstörerische Wiping-Aktivität beobachtet worden war. Das Bemerkenswerte ist nicht eine einzelne, brillante Technik, sondern die Konsolidierung: Statt mehrere Werkzeuge nacheinander einzuschleusen, hat der Akteur bestehende Schadsoftware zu Befehlen innerhalb eines Backdoors verschmolzen. Das Implantat ist ein unstripped Golang-PE, das über einen dualen Command-and-Control-Kanal rund 20 Befehle entgegennimmt, von harmloser Aufklärung bis zur irreversiblen Zerstörung des Datenträgers.

Microsoft ordnet die Entwicklung so ein: Die Bündelung mehrerer destruktiver Fähigkeiten in einem modularen Backdoor sei ein bemerkenswerter Wandel bei Wiper-Malware, die üblicherweise rein auf Zerstörung statt auf Erpressung ausgelegt ist. Genau diese Modularität gibt dem Angreifer die Wahl der Zerstörungsart, und erschwert der Verteidigung die Einordnung, weil dasselbe Implantat wie Ransomware, wie Spyware oder wie ein Sabotagewerkzeug aussehen kann.

Drei Malware-Familien, ein Implantat: der Aufbau von GigaWiper Ein physischer Disk-Wiper (Befehl 1), der von der Crucio-Ransomware abgeleitete Verschlüsselungscode (Befehl 3) und eine Golang-Neuimplementierung von FlockWiper (Befehl 12) sind als Befehle in das GigaWiper-Backdoor integriert, ergänzt um neue Backdoor-Funktionalität. Drei Familien, ein Implantat: GigaWiper Disk-Wiper physisch, Partitionen (Bef. 1) Crucio-Code falsche Ransomware (Bef. 3) FlockWiper Mehrfach-Überschreibung (Bef. 12) GigaWiper 1 Backdoor, ~20 Befehle Ergänzt um neue Backdoor-, Aufklärungs- und Spionagefunktionen (Golang).
Abbildung 1: GigaWiper vereint drei eigenständige Malware-Familien als Befehle in einem Implantat. Quelle: Microsoft Threat Intelligence (Juli 2026). Grafik: IRONATE.

Die drei Zerstörungswege im Detail

GigaWiper bietet dem Angreifer nicht eine, sondern mehrere unabhängige Methoden, ein System unbrauchbar zu machen. Jede stammt aus einer anderen Quelle und hinterlässt ein anderes Bild.

Der physische Disk-Wiper (Befehl 1) zählt über WMI die physischen Laufwerke auf, identifiziert das Windows-Laufwerk und entfernt auf den übrigen Laufwerken die Partitionsmetadaten via DeviceIoControl und IOCTL_DISK_CREATE_DISK. Anschliessend überschreibt er die Datenträger in Blöcken zu 0xA00000 Byte, wobei nur das erste Byte zufällig gesetzt und der Rest genullt wird, und erzwingt einen sofortigen Neustart. Genau dieses Muster, das sich von einer reinen Voll-Nullung unterscheidet, kann simple signaturbasierte Erkennung unterlaufen.

Die falsche Ransomware (Befehl 3, RanMain/BigBangExtortMain) übernimmt eine Funktion direkt aus der Crucio-Ransomware-Familie. Sie verschlüsselt Dateien mit AES im CBC-Modus, hängt die Endung .candy an und legt ein Wallpaper (image_danger.jpg) im Ransomware-Look ab. Der entscheidende Unterschied zu echter Ransomware: Die Schlüssel werden zufällig erzeugt und nie gespeichert, es gibt keine Lösegeldforderung. Die Verschlüsselung ist damit endgültig, ein Wiper im Ransomware-Kostüm.

Die FlockWiper-Neuimplementierung (Befehl 12, WipeCMain) ist eine Golang-Portierung des ursprünglich in C geschriebenen FlockWiper (erstmals im Juni 2025 auf VirusTotal beobachtet). Sie wischt gezielt das Windows-Laufwerk mit einem mehrstufigen sicheren Verfahren, das zwischen Nullen, 0xFF und Zufallsbytes wechselt. FlockWiper-Samples verweisen auf PDB-Pfade wie A:\GRAT\CWipeNew\Release\CWipeNew.pdb, ein Hinweis, der zusammen mit dem Funktionsnamen BigBangExtortMain die Verbindung zum Crucio-Akteur stützt.

warning
Warum das für die Meldepflicht zählt: Weil GigaWiper mit Aufklärung, Screenshots, Bildschirmaufzeichnung und Exfiltration über MinIO auch Daten abziehen kann, bevor es zerstört, ist ein Vorfall in der Regel auch eine Verletzung der Datensicherheit. Nach dem revDSG (Art. 24) ist diese so rasch als möglich dem EDÖB zu melden, unabhängig davon, ob aus dem Backup wiederhergestellt wurde.

Command-and-Control: getarnt im legitimen Datenverkehr

Der interessanteste Teil aus Verteidigersicht ist, wie GigaWiper mit seinem Operator spricht. Statt gewöhnlicher HTTP- oder HTTPS-Requests, die von Web-Proxys und URL-Filtern gesehen würden, reitet das Backdoor auf echten Geschäftsdiensten: RabbitMQ (AMQP) für die Beauftragung, Redis für die Rückmeldung von Ergebnissen und MinIO für die Datei-Exfiltration. Über ein Fanout-Exchange namens «All» lassen sich Befehle an alle Implantate gleichzeitig senden, über ein Topic-Exchange «Topic» gezielt an einzelne.

C2-Architektur von GigaWiper über RabbitMQ, Redis und MinIO Der Operator beauftragt das GigaWiper-Implantat über RabbitMQ (AMQP, Port 5544), das Implantat meldet Ergebnisse über Redis (Port 7542) zurück und lädt exfiltrierte Dateien über MinIO hoch. Beobachtete C2-Adresse 185.182.193.21. C2 über legitime Dienste statt Web-Requests Operator 185.182.193.21 RabbitMQ · Port 5544 Aufgaben (Exchange All / Topic) Redis · Port 7542 Ergebnisse / Status MinIO Datei-Exfiltration Implantat GigaWiper (Golang) Persistenz: geplanter Task «OneDrive Update» (jede Minute), Zähler in HKCU\SOFTWARE\OneDrive\Environment.
Abbildung 2: C2-Architektur von GigaWiper. Aufgaben über RabbitMQ, Ergebnisse über Redis, Exfiltration über MinIO. Quelle: Microsoft Threat Intelligence. Grafik: IRONATE.

Diese Wahl ist bewusst: RabbitMQ, Redis und MinIO sind in vielen Umgebungen legitime Bausteine. Verkehr zu ihnen fällt bei signatur- und domänenbasierter Erkennung nicht zwingend auf. Sichtbar wird er hingegen für verhaltensbasierte Netzwerkanalyse, die fragt, ob ein bestimmter Endpunkt normalerweise mit einem Message-Broker spricht, zu welchen Zeiten und in welchem Volumen. Genau hier setzt NDR an.

Tarnung als OneDrive: Persistenz und Verschleierung

Um dauerhaft und unauffällig zu bleiben, gibt sich GigaWiper als Microsoft OneDrive aus. Es erstellt per PowerShell einen geplanten Task namens «OneDrive Update», der jede Minute und beim Systemstart läuft, und verfolgt seine eigene Ausführung über einen Zähler im Registry-Schlüssel HKCU\SOFTWARE\OneDrive\Environment. Weil dieser Pfad im Benutzerkontext liegt, braucht die anfängliche Persistenz keine administrativen Rechte.

Für den Fernzugriff (Befehl 20, eine VNC-artige Remote-Desktop-Steuerung) legt das Backdoor Firewall-Regeln an, die auf Microsoft.Windows.CloudExperienceHost verweisen, um sich in legitimen Windows-Datenverkehr einzureihen. Und mit Befehl 19 löscht es die Ereignisprotokolle für System, Setup, Application, ForwardedEvents und Security über wevtutil.exe, um Spuren zu verwischen. Ein Angreifer, der Logs löscht, ist selbst ein starkes Signal, sofern jemand es sieht, bevor es zu spät ist.

Nicht nur Zerstörung: Aufklärung und Spionage

GigaWiper ist mehr als ein Wiper. Vor der Zerstörung kann es ausführlich aufklären und überwachen. Befehl 15 (GRATClientInfo) sammelt IP-Adresse, Machine-GUID, CPU, OS-Version und -Build, Netzwerkkonfiguration, Firmware-Informationen, lokale Benutzerkonten und das installierte Antivirenprodukt (per PowerShell-Abfrage über root\SecurityCenter2). Hinzu kommen Screenshots pro Monitor (Befehl 9), Bildschirmaufzeichnung bei aktivem, nicht im Leerlauf befindlichem System (Befehl 10) sowie eine für Tastatureingaben vorgesehene Funktion (Befehl 11). Prozess-, Dienst- und Registry-Verwaltung (Befehle 16 bis 18) runden die Fernkontrolle ab.

Kategorie Befehle (Auswahl) Wirkung
Zerstörung1 (Disk-Wiper), 2 (BSOD), 3 (falsche Ransomware), 12 (FlockWiper)irreversibler Daten- und Systemverlust
Spionage9 (Screenshot), 10 (Screen-Recording), 11 (Keylogger), 15 (System-Recon)Datenabfluss, Überwachung
Fernkontrolle7 (Shell), 16 (Prozesse), 17 (Dienste), 18 (Registry), 20 (VNC)vollständige Systemübernahme
Verschleierung19 (Log-Löschung), Firewall-Spoofing, «OneDrive Update»-TaskSpurenverwischung, Persistenz
Transport4 (MinIO-Upload), 8 (RabbitMQ-Routing)Exfiltration, gezielte Beauftragung

Attribution: die Spur zu Crucio und «GRAT»

Microsoft führt GigaWiper auf denselben Akteur zurück, der hinter der Crucio-Ransomware steht, die im Dezember 2023 Gegenstand einer CISA-Meldung war. Die Belege sind konkret: geteilter Quellcode zwischen dem Crucio-Verschlüsselungsbefehl und der Ransomware, der identische Funktionsname BigBangExtortMain sowie PDB-Referenzen auf ein internes Framework namens GRAT, das sowohl in FlockWiper-Samples als auch in GigaWiper auftaucht. Eine spezifische geografische Opfergruppe nennt Microsoft nicht, die Fähigkeiten deuten aber auf breit einsetzbare, destruktive Kampagnen hin.

Warum kein Patch hilft, und was stattdessen wirkt

Der wichtigste Satz aus Microsofts Analyse lautet sinngemäss: Weil dies Schadsoftware ist und keine einzelne Schwachstelle, gibt es keinen Patch, den man jagen könnte. GigaWiper ist das, was ein Angreifer ausführt, nachdem er bereits drinnen ist. Die Verteidigung verschiebt sich damit von «Lücke schliessen» zu «Erstzugriff und laterale Bewegung früh erkennen» und «Wiederherstellbarkeit sicherstellen». Microsoft empfiehlt Tamper Protection, dauerhaften Echtzeitschutz, EDR im Block-Modus, Attack Surface Reduction, das Blockieren bekannter C2-Infrastruktur und automatisierte Untersuchung. Übersetzt in eine mehrschichtige, souveräne Verteidigung heisst das:

radar
C2 und laterale Bewegung erkennen (NDR): GigaWiper tarnt sein C2 in RabbitMQ-, Redis- und MinIO-Verkehr. NDR mit über 55 Detektoren erkennt C2-Beaconing und anomale laterale Bewegung agentenlos, also genau dort, wo ein Endpoint-Agent bereits deaktiviert sein könnte. Weil GigaWiper Ereignisprotokolle löscht, ist netzwerkseitige Sichtbarkeit, die der Angreifer nicht mitlöschen kann, besonders wertvoll.
psychology
Zerstörungsverhalten stoppen, bevor es greift (UEBA / RansomProtect): Massenverschlüsselung mit .candy-Endung, ein Task, der sich als «OneDrive Update» tarnt, oder plötzliche Recon-Aktivität sind Verhaltensmuster, keine Signaturen. UEBA mit On-Device-Detection in Millisekunden und über 42 MITRE-ATT&CK-Techniken erkennt genau solche Anomalien und kann die Verschlüsselung stoppen, bevor sie das ganze Laufwerk erfasst.
shield
Erstzugriff und C2-Auflösung blockieren (DNS Shield): Bevor das Implantat seinen Broker erreicht, muss es dessen Infrastruktur auflösen. DNS Shield blockiert Malware-, Phishing- und C2-Kanäle auf DNS-Ebene mit über 95 % Erkennungsrate und schneidet so bereits die Zustellwege und die Command-and-Control-Auflösung ab.
smart_toy
Automatisiert isolieren und fristgerecht melden: Bei einem destruktiven Vorfall zählt jede Minute, und die Meldefristen laufen (24 Stunden nach ISG für kritische Infrastrukturen, «so rasch als möglich» nach revDSG). Isolierung, Eskalation und Meldung gehören deshalb als vordefiniertes Playbook hinterlegt, das ohne manuelle Freigabe anläuft. Wer erst im Ereignisfall entscheidet, wer wen informiert, verliert die Frist.
travel_explore
Angriffsfläche verkleinern, damit es gar nicht so weit kommt (RECON): Weil GigaWiper eine Post-Compromise-Waffe ist, entscheidet der Erstzugriff. RECON kartiert exponierte Dienste, geleakte Zugangsdaten und ungepatchte Endpunkte kontinuierlich und priorisiert nach EPSS und KEV, also nach realer Ausnutzbarkeit, und schliesst damit die Türen, durch die ein Angreifer überhaupt erst hereinkommt.

Indicators of Compromise (IOCs)

Typ Indikator
GigaWiper (SHA-256)633d4cbd496b1094495da89a64f5e6c31a0f6d4d1488411db5b0cba1cfe42001
GigaWiper (SHA-256)ce9ad5f6c12019f4aae5b189bd8ddf5bb09e75b06a0a587b25a855c65948c913
GigaWiper (SHA-256)f622ed85ef31ad4ab973f4e74524866fe1bb44f0965ad2b2ad796cd657a05bfd
GigaWiper (SHA-256)9706a192e2c1a1faaf0a521daf31c2af60ff4590e3f47bbb4abc227f42af0683
Standalone-Wiper (SHA-256)3c30deb6556a94cfb84ae51798f4aecfae8c7358e55fdb321c5f2376579631cd
C2-IP185.182.193[.]21 (RabbitMQ 5544, Redis 7542)
C2-IP212.8.248[.]104
PersistenzTask «OneDrive Update»; HKCU\SOFTWARE\OneDrive\Environment
DateienEndung .candy; Wallpaper image_danger.jpg; C:\ProgramData\output

Vollständige und laufend aktualisierte IOC-Listen samt Microsoft-Defender-Erkennungsnamen finden sich im verlinkten Microsoft-Security-Blog. Die C2-Adressen sollten, wo möglich, blockiert werden.

Häufige Fragen

Was ist GigaWiper?

Ein modulares Golang-Windows-Backdoor, das Microsoft im Oktober 2025 identifizierte und am 9. Juli 2026 beschrieb. Es bündelt einen physischen Disk-Wiper, den Crucio-Verschlüsselungscode und eine FlockWiper-Neuimplementierung als Befehle in einem Implantat und liefert über rund 20 Befehle Zerstörung auf Abruf, kombiniert mit Fernzugriff und Spionage.

Wer steckt hinter GigaWiper?

Microsoft führt es auf denselben Akteur zurück wie die Crucio-Ransomware (CISA-Meldung Dezember 2023). Die Attribution stützt sich auf geteilten Code, den Funktionsnamen BigBangExtortMain und PDB-Referenzen auf das interne «GRAT»-Framework.

Kann man von GigaWiper verschlüsselte Dateien wiederherstellen?

Nein. Der Verschlüsselungsbefehl vergibt zwar die Endung .candy und ein Ransomware-Wallpaper, generiert die Schlüssel aber zufällig und speichert sie nie. Es gibt keine Lösegeldforderung und keine Entschlüsselung. Nur saubere, offline gehaltene Backups helfen.

Gibt es einen Patch gegen GigaWiper?

Nein, es ist Schadsoftware, keine Schwachstelle. Ein Angreifer führt es aus, nachdem er bereits im Netzwerk ist. Wirksam sind frühe Erkennung von Erstzugriff und lateraler Bewegung, Endpoint-Härtung (Tamper Protection, EDR im Block-Modus, ASR) und offline aufbewahrte Backups.

Wie erkennt man GigaWiper im Netzwerk?

Es missbraucht RabbitMQ, Redis und MinIO als C2 statt gewöhnlicher Web-Requests. NDR erkennt diese untypischen Verbindungen und laterale Bewegung, UEBA macht das anomale Verhalten sichtbar, etwa den «OneDrive Update»-Task, das Löschen von Ereignisprotokollen oder plötzliche Massenverschlüsselung.

summarize Zusammenfassung / Key Takeaways

  • check_circleGigaWiper ist ein Golang-Backdoor, das drei Malware-Familien, einen physischen Disk-Wiper, den Crucio-Code und FlockWiper, als Befehle auf Abruf vereint (Microsoft, Juli 2026).
  • check_circleDie «Ransomware» ist eine Tarnung: Schlüssel werden nie gespeichert, es gibt keine Lösegeldforderung. Ziel ist Zerstörung, Dateien sind nicht wiederherstellbar.
  • check_circleDas C2 reitet auf legitimen Diensten (RabbitMQ, Redis, MinIO), die Persistenz tarnt sich als «OneDrive Update». Sichtbar wird das vor allem verhaltensbasiert.
  • check_circleEs gibt keinen Patch: GigaWiper ist eine Post-Compromise-Waffe. Verteidigung heisst frühe Erkennung, Endpoint-Härtung und saubere Offline-Backups.
  • check_circleMehrschichtige Abwehr: NDR (C2 und laterale Bewegung), UEBA (Zerstörungsverhalten), DNS Shield (C2-Auflösung) und RECON (Angriffsfläche).

Quellen & Referenzen

  • • Microsoft Security Blog: «GigaWiper: Anatomy of a destructive backdoor assembled from multiple malware» (9. Juli 2026) — microsoft.com
  • • The Hacker News: «New GigaWiper Windows Backdoor Bundles Disk Wiping, Fake Ransomware, and Spyware» — thehackernews.com
  • • Security Affairs: «GigaWiper Merges Three Malware Families Into One Destructive Backdoor» — securityaffairs.com
  • • CSO Online: «Microsoft uncovers GigaWiper, a backdoor designed for destruction on demand» — csoonline.com
  • • SC Media: «Microsoft details GigaWiper destructive backdoor assembled from older tools» — scworld.com
  • • Hackread: «Microsoft Warns of GigaWiper Backdoor Built to Destroy Windows PCs» — hackread.com
  • • CISA: Meldung zur Crucio-Ransomware (Dezember 2023, Attributionsgrundlage) — cisa.gov

Gegen Zerstörung auf Abruf hilft kein Patch, sondern Sichtbarkeit

NDR erkennt getarntes C2 und laterale Bewegung, UEBA stoppt das Zerstörungsverhalten, DNS Shield blockiert die C2-Auflösung, RECON verkleinert die Angriffsfläche. Schweizer Souveränität, OnPrem, DSG-konform.

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